Ergebnisse des Dialogs zur Hamburger Innenstadt: Wunsch nach mehr Flair als ein zentrales Anliegen

Der Haupttenor der Äußerungen im Rahmen des Dialogs „Wie sieht die Innenstadt der Zukunft aus?“ lag auf der Umgestaltung der Innenstadt. Dabei waren eine Belebung und die Schaffung von Atmosphäre und Flair ein zentrales Anliegen. Es ging in den Beiträgen vielfach darum, Gastronomie und Einzelhandel neu zu denken, mehr Kunst und Kultur zu ermöglichen, die Innenstadt zu einem Ort zum Arbeiten und Wohnen zu machen und dabei Mieten für Gewerbetreibende und Bewohnende moderat zu halten. Nur so sei eine lebendige und vielfältige Innenstadt möglich.

Die Begegnungsmöglichkeiten auf Plätzen, Märkten und einer Markthalle könnten bei der Belebung der Innenstadt helfen. Mehr Grünflächen und Spielplätze für Familien würden für weitere Attraktivitätssteigerung sorgen. Bei leerstehenden Gebäuden, insbesondere großer Kaufhäuser, sollte nicht nur an Abriss gedacht werden, sondern hier sei ein Umdenken und geschicktes Planen erforderlich, um diese neu zu nutzen. So gelte es zum Beispiel neue Räume für Bürgerbeteiligung zu schaffen. Wichtig sei auch, alle Stakeholder aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft einzubeziehen.

Ein weiterer Teil der Beiträge beschäftigte sich mit dem Verkehr der Zukunft in der Innenstadt. Hier standen sich die Meinungen hinsichtlich einer kompletten Verkehrsberuhigung und einem Erhalt des PKW-Verkehrs gegenüber. Es werde demnach darauf ankommen, den Verkehr zu beruhigen und gleichzeitig ökologisch sinnvolle Verkehrsmittel einzusetzen ebenso wie den ÖPNV erschwinglich und attraktiv zu machen. Gleichzeitig müsse die Erreichbarkeit für den Autoverkehr und in diesem Zusammenhang auch das kostengünstige Parken weiterhin möglich sein. Außerdem müsse ein sicheres und attraktives Umfeld für Fußgänger geschaffen werden.

Die Ergebnisse des Mitglieder-Dialogs fließen in die weiteren Aktivitäten der Handelskammer Hamburg für die Weiterentwicklung der Hamburger Innenstadt ein. Sie werden auch in ihren ehrenamtlichen Gremien kontinuierlich diskutiert und bewegt.